Moschus-Kerbel: das essbare Anis-Kraut, das jahrelang wiederkommt
Der Moschus-Kerbel (Myrrhis odorata) überrascht mit einem Geschmack, den kaum ein Kraut bietet: Blätter, Blüten und grüne Samen duften intensiv nach Anis und süßem Fenchel. Diese winterharte Staude wird 80 bis 120 cm hoch, bildet farnartiges, weiches Laub und weiße Blütendolden. Sie eignet sich perfekt für den halbschattigen Küchengarten, das Beet unter Bäumen oder als natürlicher Süßstoff-Ersatz in der Küche. Anders als der einjährige Küchenkerbel bleibt sie viele Jahre bestehen.
Warum der Moschus-Kerbel mehrjährig und winterhart ist
Diese Pflanze treibt Jahr für Jahr zuverlässig neu aus, denn sie bildet eine kräftige, tiefe Pfahlwurzel. Mit einer Frosthärte bis -19 °C übersteht sie deutsche Winter problemlos, sogar in raueren Lagen. Sie zählt zu den pflegeleichtesten Stauden für den Naturgarten.
Myrrhis odorata: ein Aroma, das man selten kennt
Ein Blatt zwischen den Fingern zerrieben, und Sie riechen sofort süßen Anis. Genau das macht die Kerbel-Blüte und die grünen Samen so wertvoll: Sie süßen Kompott, Rhabarber oder Tee ganz natürlich und reduzieren den Zuckerbedarf. Die weiße Blüte im Mai bis Juli macht die Pflanze auch als essbare und aromatische Zierstaude beliebt.
So gelingt die Kerbel-Pflege im Garten
Ein häufiger Fehler: die Pfahlwurzel beim Umsetzen zu beschädigen. Pflanzen Sie den Moschus-Kerbel daher gleich an den endgültigen Platz in humosen, frischen und kalkhaltigen Boden. Er verträgt Halbschatten deutlich besser als volle Sonne, wo das Laub schnell welkt. In unserer Auswahl an Sträucher und Stauden ist er einer der wenigen Anis-Aromaträger, der auch im Schatten gedeiht.
























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