Roselle: die essbare Hibiskusblüte für Tee, Sirup und Konfitüre
Von Oktober bis November erntest du bei der Roselle die fleischigen roten Blütenkelche, nicht die Blüten selbst. Ihr säuerlich-fruchtiger Geschmack, ähnlich Cranberry, macht daraus leuchtend roten Tee, Sirup und Gelee. Genau dieser Kelch unterscheidet die Roselle vom reinen Zierhibiskus.
Was du bei der Roselle (Hibiscus sabdariffa) wirklich erntest
Nach der Blüte im August und September schwellen die roten Kelche an. Du erntest sie im Oktober und November, solange sie prall und saftig sind, aber noch nicht verholzt. Frisch geerntet lassen sie sich einfach vom Samenkern lösen und dann trocknen oder direkt verarbeiten. So hast du monatelang Vorrat.
Roselle in der Küche: der Karkade-Tee aus dem eigenen Garten
Die getrockneten Kelche ergeben den bekannten Karkade- oder Hibiskustee, herrlich säuerlich und tiefrot. Frisch gekocht werden sie schnell weich und geben viel Farbe ab, ideal für Sirup und Gelee. Für Tee eignen sich getrocknete Kelche besser, weil sie länger haltbar sind und intensiver ziehen.
Anbau der Hibiscus sabdariffa im deutschen Klima
Die Afrikanische Malve, wie die Roselle auch heißt, ist frostempfindlich. Säe ab März drinnen vor und pflanze erst nach den Eisheiligen ins Freie. Sie liebt volle Sonne und einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Bei uns kultivierst du sie am besten einjährig oder im Kübel, den du im Herbst hereinholst. Die häufigste Fehlerquelle: zu spät säen, dann reifen die Kelche vor dem Frost nicht.
Für wen sich die Roselle lohnt
Ideal für Teeliebhaber, Selbstversorger und alle, die etwas Ungewöhnliches ernten wollen. Neben klassischen Blumensamen und Samen für den Gemüsegarten von Bakker bringt diese Pflanze bis 180 cm Höhe echte Exotik. Auch im großen Topf gedeiht sie und ziert Balkon und Terrasse.



















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