Waldmeister (Galium odoratum): der duftende Bodendecker für schattige Ecken
Sein Geheimnis steckt in den welkenden Blättern: Erst beim Trocknen entfaltet der Waldmeister sein typisches, süßlich-heuartiges Aroma dank des Inhaltsstoffs Cumarin. Frisch geschnitten duftet er kaum. Diese heimische Staude (Galium odoratum, auch Wohlriechendes Labkraut genannt) wird nur etwa 15 cm hoch, breitet sich flach aus und begrünt zuverlässig genau die Stellen, an denen andere Pflanzen aufgeben: den tiefen Schatten unter Bäumen und Sträuchern.
Warum Waldmeister der perfekte Schattenfüller ist
Waldmeister wächst schnell über unterirdische Ausläufer und bildet in kurzer Zeit einen dichten, sattgrünen Teppich. Er gehört zu den wenigen Bodendecker-Pflanzen, die selbst unter dichten Laubbäumen gedeihen, wo Rasen versagt. Sein Wurzelfilz unterdrückt zudem Unkraut und schützt den Boden vor dem Austrocknen.
Was den Waldmeister von anderem Labkraut unterscheidet
Anders als das Klettenlabkraut haftet Waldmeister nicht an der Kleidung und wuchert nicht unkontrolliert. Seine zarten weißen Sternblüten locken ab April Bienen und Insekten an, was ihn wertvoll für einen naturnahen Garten macht. In einem Wildgarten oder unter Gehölzen kombiniert er sich wunderbar mit Farnen und anderen Sträuchern und Stauden.
Galium odoratum richtig pflanzen und pflegen
Setzen Sie die Jungpflanzen im Frühjahr oder Herbst mit etwa 20 cm Abstand, dann schließt sich die Fläche in einer Saison. Ein häufiger Fehler: zu sonniger Standort und trockener Boden – dort kümmert er. Halten Sie den Boden gleichmäßig frisch, dann brauchen Sie kaum zu düngen oder zu schneiden. So schön pflegeleicht ist kaum ein anderer Duft-Bodendecker.

























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